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Besser als erwartet

Dec 18, 2025 | AKTUELLES

Bayerischer Golfverband stellt erstmals Wasser-Datenbank auf

MÜNCHEN – Grundwasser, auf deutschen Golfplätzen in vielen Fällen die einzige oder vorrangigeBeregnungsquelle, wird weniger. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des BUND, dieauf Grundwasserstress in 201 von 401 Landkreisen und Städten in Deutschland verweist.Für Arno-Malte Uhlig, Präsident des Bayerischen Golfverbandes, ist deshalb klar. „Daten zum
Wasserverbrauch sind für uns entscheidend, um die Golfbranche als verantwortungsvollen Akteurim Wassermanagement darzustellen.“

Diese Daten besitzt der Bayerische Golfverband inzwischen: 78 von insgesamt 183 BGV-Mitgliedern mit rund 200 Golfanlagen haben dem Verband ihre Wasserverbrauchsdaten für das Jahr 2024 zur Verfügung gestellt. Diese werden vom BGV nicht veröffentlicht, führen jedoch dazu, dass der Verband gegenüber Behörden sprechfähig ist, wenn es um den Wasserverbrauch bayerischer Golfclubs geht. Grundsätzlich werden die Golfverbände durchaus kontaktiert, wenn neue Regularien entstehen.
„Im Zuge der Reform des Bayerischen Wassergesetzes sind wir auch angeschrieben und um eine Stellungnahme gebeten worden“, stellt Geschäftsführerin Heidrun Klump fest.


DATENKENNTNIS SORGT FÜR MEHR EINFLUSS

Einfach war das Sammeln der Daten auf digitaler Basis allerdings nicht. Ein erster Beschluss der Mitgliederversammlung 2024 resultierte gerade einmal in einer Beteiligung der Clubs von zehn Prozent. Erst 2025 sorgte ein „Brandbrief“ des Präsidenten, der auf die Dringlichkeit der Datenerhebung für die Golfbranche verwies, für mehr Verständnis.
„Ich glaube, an dieser Stelle hat uns das Grundsteuer-Thema geholfen“, findet Uhlig. Nachdem sich zahlreiche Golfanlagen mit der Steuerthematik nicht frühzeitig auseinandergesetzt hatten und 2024 zum Teil von hohen Steuerbescheiden überrascht worden seien, bestehe nun ein erhöhtes Verständnis dafür, dass die Golfbranche proaktiv mit Daten und Informationen Gesetzgebungen beeinflussen könne.


POSITIVE BEWERTUNG DES ERGEBNISSES

„Besser als erwartet“ ist außerdem das Resultat der Datenanalyse, darin sind sich Klump und Uhlig einig. „Es gibt nur noch wenige Golfanlagen, die Wasser aus der öffentlichen Leitung beziehen.“ Diese Analyse ist dem Bayerischen Golfverband möglich, nachdem er das digitale Umfragetool sehr differenziert aufgesetzt hat. Wichtig war den Verantwortlichen dabei vor allem auch die regionale Unterscheidung zwischen den Golfanlagen. In Franken und der Oberpfalz sind die Niederschlagsmengen eben ganz andere als etwa im Chiemgau, weshalb sich entsprechend auch die Beregnungsmengen unterscheiden.

Petra Himmel

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